| Zu diesen gehören sicher Gabriel Garcia Marquez HUNDERT JAHRE EINSAMKEIT und DIE LIEBE IN DEN ZEITEN DER CHOLERA, die den Leser mitnehmen in den Strom der Geschichten. | ![]() |
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Ganz anders und mit seiner wunderbar derben poetischen Sprache führt der walisische Dichter Dylan Thomas in UNTER DEM MILCHWALD den Mikrokosmos einer kleinen walisischen Hafenstadt vor, dessen Handlung man mit ein wenig Phantasie auch in das Ueckermünde der dreißiger Jahre verlegen könnte. |
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Jeannette Winterson`s VERLANGEN dagegen führt vom Heerlager Napoleons bis zum Karneval Venedigs. Ebenso unverwechselbar poetisch und sinnlich wird hier mit vielen vergnüglichen Einfällen die Suche nach der Liebe und die Bereitschaft sich für den anderen aufzuopfern beschrieben. Lange vergriffen, erschien dieses Buch im Sommer 2002 endlich neu. |
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Ein
ähnliches Schicksal teilt Francis Stuart´s DER WEISSE HASE, der im Piper
Verlag mehrere Auflagen erlebte und nun bei Pendo wieder erscheinen
soll. Diese eigentümliche Jugendgeschichte führt uns vom verregneten
Irland direkt zu Andreas Steinhöfel´s DIE MITTE DER WELT, das zweifellos
zu den besten deutschsprachigen Büchern der letzten Jahre gehört.
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Einen
ähnlichen Überraschungserfolg wie Andreas Steinhöfel konnte Jahre zuvor
Sten Nadolny mit DIE ENTDECKUNG DER LANGSAMKEIT für sich verbuchen.Dieser
Seefahrer und zugleich Entwicklungsroman schildert das Leben des Nordpolforschers
und Seefahrers John Franklin von frühester Jugend bis zu seinem tragischen
Ende.
Ein sehr zu empfehlendes Buch, was man auch von Marten `t Hart`s DAS WÜTEN DER GANZEN WELT sagen kann. Als Krimi vom Verlag verkauft, bietet dieses Buch doch ungleich mehr. Zum einen die wunderbare Beschreibung der Kindheit und Jugend des Ich-Erzählers, zum anderen die Entdeckung der klassischen Musik und deren Faszination, die ihn nicht wieder los lässt und sich wie ein Faden durch das Werk ´t Hart´s zieht. |
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Die Kunst der literarischen Reportage wird glücklicherweise von einigen sehr guten Autoren gepflegt. Erwähnt sein sollen hier neben dem früh verstorbenen Bruce Chatwin, Alexander Smoltczyk, Christoph Diekmann, Ryczard Kapuscinski und Karl-Markus Gauß. Immer wieder neue wunderbare Reportagen findet man auch in MARE, der Zeitschrift der Meere, deren neue Ausgaben ich immer schon sehnsüchtig erwarte. Schauen Sie mal rein und lassen Sie sich überraschen! |
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Neben Olga Tokarczuks UR UND ANDERE ZEITEN gehört Halina Poswiatowska`s ERZÄHLUNGEN FÜR EINEN FREUND sicher zu den eindringlichsten Büchern der letzten Jahre. Beim Lesen fallen einem Brigitte Reimann und Maxie Wander ein. |
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| Über Danzig schreibt in Deutschland vor allem einer, Günter Grass. Und doch gibt es in seinem auch in Polen großen Schatten zwei Bücher von Pavel Huelle zu entdecken. Nach dem Erfolg seines Romans WEISER DAVIDEK erschienen in Deutschland die Erzählbände SCHNECKEN, PFÜTZEN, REGEN und SILBERREGEN, die eindrucksvoll das Alltagsleben im heutigen Danzig beschreiben. | ![]() |
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Viele polnische
Autoren zog es in die Fremde, die Erinnerung an die Heimat lies sie
jedoch nicht los und so entstand ein Blick auf das ländliche Polen der
einfachen Menschen, dem jedoch fast immer auch der Schmerz innewohnt,
deswegen der Autor das Land verlassen hat.
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Der jüngeren Generation gehört Radek Knapp an, der mit den Erzählungen FRANIO erstmalig Aufmerksamkeit erregte und die in ihn gesetzten Hoffnungen der Leser mit HERRN KUKAS EMPFEHLUNGEN erfüllte. Während es hier den Ich- Erzähler nach Wien verschlägt, landet der Protagonist von Artur Beckers ONKEL JIMMY, DER INDIANER UND ICH sogar in Kanada und dies zu unserer Freude mit seinem Onkel, dessen Lebensansichten und Weisheiten ihn zwar zur Verzweiflung bringen, dem Leser aber viel Freude bereiten. Ich
bin kein großer Krimileser, aber einer hat es mir angetan: LAVOILETTE
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Holger Brandstädt |
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